Der erste Stopp unserer Ostertour ist eine kleine Stadt in Südthüringen ganz in der Nähe von Coburg.
Eisfeld: Wo die Zeit ein bisschen stehen geblieben ist
Wir haben uns auf dem kostenlosen Wohnmobilstellplatz der Stadt übernachtet. Von diesem ruhigen Patz aus ist die Innstenstadt in ein paar Minuten zu Fuß erreicht.
Eisfeld zeigt das typische Gesicht vieler Kleinstädte hier in Südthüringen. Viele Gebäude sind bereits wunderschön und liebevoll saniert...
... während andere Ecken noch den ganz eigenen, DDR-Charme versprühen.
Wie auch in vielen anderen Kleinstädten haben viele Geschäfte dauerhaft geschlossen. Aber wir hatten Glück! Wir haben einen Bäcker gefunden, der noch echten Thüringer Blechkuchen verkauft. Ein absolutes Muss, wenn man hier ist – und verdammt lecker!
Auf den Spuren von Otto Ludwig
Eisfeld ist stolz auf seinen berühmten Sohn, den Dichter Otto Ludwig. Wir haben den kleinen Park besucht, in dem auch sein ehemaliges Wohnhaus steht. Der Park an sich ist sehr idyllisch, allerdings nagt an den Gebäuden (besonders am Wohnhaus des Dichters) sichtlich der Zahn der Zeit. Hier wäre eine Renovierung dringend nötig, um diesen geschichtsträchtigen und eigentlich wunderschönen Ort zu erhalten.
Nachmittags-Tour: Auf zur Werra-Quelle
Nach dem Stadtbummel zog es uns wieder in die Natur. Unser Ausgangspunkt für die Nachmittagswanderung war Fehrenbach. Das Ziel: Die Werra-Quelle.
Was uns sofort auffiel: die gute Beschilderung der Wanderwege. In Zeiten von Komoot und Google Maps verlässt man sich oft nur noch auf das Smartphone. Hier ist das eigentlich gar nicht nötig. Die Wanderwege sind so hervorragend ausgeschildert, dass wir den Weg zur Quelle auch völlig ohne elektronische Hilfe problemlos gefunden hätten.
Die Wanderung ist mit knapp 3 km eher kurz und damit perfekt für einen entspannten Nachmittag geeignet.
Die Quelle wurde erst kürzlich neu gestaltet. Ich finde, das ist wirklich gut gelungen.
Eine Einkehr, die sich lohnt
Direkt an der Quelle liegt ein Gasthaus, von dem wir ehrlich gesagt keine riesigen Erwartungen hatten. Aber wir wurden sehr positiv überrascht! Die Einkehr hat sich absolut gelohnt, das Ambiente und das Angebot waren spitze. Wer die Wanderung macht, sollte hier definitiv eine Pause einplanen. Besonders angenehm fanden wir, dass auf regionale Speisen und Getränke Wert gelegt wurde. Zu den Thüringer Klösen gab es Saale-Unstrut-Wein. Auch ein regionales Bier war im Angebot.
Ein gelungener Tag zwischen Thüringer Geschichte und Natur pur! Morgen geht es weiter – unser nächstes Ziel wird Oberhof sein.












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